Orange River Falls

Orange River Falls

Der Orange-Fluss zieht sich von Upington ostwärts wie ein grünes Band durch die mehr als trockene Kalahari. An seinen Ufern grünt und blüht es – im krassen Kontrast zum Hinterland, wo die Grasbüschel von den Antilopen bis auf den Boden abgeknabbert sind. Die Bewässerung durch den Orange ermöglicht den weitflächigen Anbau von Weintrauben und Nüssen, rechts und links des Flusses erstrecken sich auf eine Gesamtbreite von etwa drei Kilometern Weingärten. Ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem mit kleinen Kanälen und Wasserschiebern bringt das wertvolle Nass zu den Rebstöcken. Mindestens 100 Kilometer lang zieht sich ein Anbaubetrieb am nächsten entlang des Orange, viele Farmen gehören Dole, die bei uns in Deutschland für Obst aus Südländern bekannt sind.

In Augrabies stürzt der Orange hinab in eine Schlucht, doch momentan führt er nicht viel Wasser. Erstaunt haben wir gelesen, dass die Augrabies Falls zu den größten Wasserfällen der Erde gehören – jetzt, bei der großen Dürre, natürlich nicht.

Verbunden mit den Wasserfällen ist ein ausgedehnter Nationalpark, in dem es Giraffen, Antilopen und angeblich die seltenen Hartmann-Bergzebras gibt. In einer wild-schönen Landschaft, die streckenweise an das Death Valley in USA erinnert, mag niemand glauben, dass der lebensspendende Orange-Fluss nie weiter als zehn Kilometer entfernt ist. Die große Hitze hat Granitfelsen gesprengt, Schwarzes Dolerit-Gestein wechselt sich mit unglaublichen Mengen von Rosenquarz ab – auch das ist allerdings „verbrannt“. Heute hat das Thermometer 45 Grad im Schatten angezeigt, das Land wird gerade geplagt: Nicht nur von ständiger Trockenheit, sondern gerade auch von einer extremen Hitzewelle. Die Tiere im Park wären ohne künstlich geschaffene Wasserlöcher wahrscheinlich schon längst verendet.

Wir sind noch nicht so gut akklimatisiert, als das die Hitze spurlos an uns vorbeiziehen würde. Entweder fahren wir im klimatisierten Auto oder sitzen halb-Stunden-weise im Pool, oder wir halten die Klamotten, die wir tragen, unter den Wasserhahn. Die Verdunstungskälte macht dann die Hitze erträglich, aber nach spätestens einer halben Stunde ist alles wieder trocken.

Morgen werden wir der Hitze entfliehen und an den Atlantik fahren. Das Meer hat durch die Strömung vom Südpol selten mehr als 14 Grad und dadurch ist es dort – hoffentlich – etwas angenehmer für uns.

6 Kommentare

Hallo Heike und Vido,
Ein schöner Bericht von den Augrabies und dem Oranje.
ich hoffe, dass ihr der großen Hitze entfliehen konntet. Heute hatten wir gerade einen Anruf von Freunden, die sich gerade in, bzw. in der Nähe von Swakopmund aufhalten und mitteilten, dass man es an der Küste ganz gut aushalten kann… Und da noch keine Weihnachtsferien sind, ist es wohl auch noch nicht so voll an der Küste.
Gruß aus Hannover von Wilfried

Lieber Wilfried, wir sind gerade an der Küste, und es ist ganz schön frisch. Nach meinem Geschmack könnten es gerne 5 – 10 Grad mehr sein, aber das wird sich bald wieder ändern, spätestens an der Ostküste ist es wieder kuschelig warm.
Viele Grüße,
Heike & Vido

Liebe Heike … 🙂 liebe Afrika Genießer,

heute hatte ich mal wieder die Chance in Ruhe bei Euch reinzuschauen … toll ich bin aus der Ferne ganz begeistert!
Hier in Deutschland – München und Allgäu haben wir den ersten Schnee und schmuddeliges Wetter und da helfen Eure Bilder und die tollen Berichte ein
bisserl darüber hinweg! Es hat Minus Grade … das hilft Euch in der Hitze nicht … ich weiß schon :-).

Weiterhin VIEL GENUß !!!

Herzlichen Gruß
Jörg

Jörg Schroeder

Lieber Jörg, zum Trost: Wir schnattern auch gerade! Bei 17 Grad an der Küste mit heftigem Wind und riesigen Wellen ist das Klima nicht ganz so Afrika-mäßig, aber das wird sich bald wieder ändern!
Allerbeste Herzens-Grüße an einen meiner Herzens-Menschen!
Heike

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